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Still 03

Ab 14. Oktober zu sehen im Filmhaus Spittelberg.3

Dieser Film ist kein klassisches Portrait, sondern ein Dokumentarfilm, der über die Fiktion nicht nur die Romane Martin Suters zum Leben erweckt, sondern uns auch den Autor hinter den Geschichten auf einer ganz neuen Ebene näherbringt. „Die Fantasie stimmt ja meistens mehr als die Realität“, sagt Martin Suter.

ALLES ÜBER MARTIN SUTER. AUSSER DIE WAHRHEIT – Trailer German | Deutsch

Er spaziert durch seine Geschichten, filmisch und ästhetisch eindrücklich inszeniert, beleuchtet seine Protagonist:innen und ihre Geheimnisse – und insbesondere auch seinen eigenen, privaten Kosmos: Eine Welt, die von Gegensätzen durchtränkt und von der Sucht nach Geschichten geprägt ist.

„Schreiben hat viel mit weglassen zu tun“, sagt der Schweizer Bestsellerautor. Dieser Film zeigt uns alles über Martin Suter – alles, außer die Wahrheit.

Mit seinem charismatischen und humorvollen Protagonisten war ALLES ÜBER MARTIN SUTER. AUSSER DIE WAHRHEIT der Publikumsliebling auf der Piazza Grande des Filmfestivals Locarno 2022.

MI 7.12. 18:15 Filmcasino -- with English subtitles

ACHTUNG: Vorstellungen sowohl im Fimcasino (Margaretenstr.78) wie auch im Filmhaus Spittelberg (Spittelbergg.3)
Beginnzeiten Filmcasino = orange
Beginnzeiten Filmhaus Spittelberg = türkis

„Wunderkind, Skandalautorin, Vaterlandsverräterin, Feministin, Modeliebhaberin, Kommunistin, Sprachterroristin, Rebellin, Enfant terrible, Nestbeschmutzerin, geniale, verletzliche Künstlerin“.

Claudia Müllers Film über Elfriede Jelinek, die 2004 als erste österreichische Schriftstellerin mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, stellt ihren künstlerischen Umgang mit Sprache in den Mittelpunkt. Vielschichtig und assoziativ nähert er sich der Kunst seiner Protagonistin mit ihren eigenen sprachkompositorischen Verfahren. Unter Mitwirkung und mit den Stimmen von Ilse Ritter, Sandra Hüller, Stefanie Reinsperger, Sophie Rois, Maren Kroymann und Martin Wuttke ist ein vielschichtiges und faszinierendes Filmporträt entstanden.

ELFRIEDE JELINEK – DIE SPRACHE VON DER LEINE LASSEN – Trailer German | Deutsch

Kaum eine andere Schriftstellerin hat die Gemüter je so polarisiert, wie Elfriede Jelinek. Kaum eine andere Künstlerin erfährt so viel öffentliche Wahrnehmung wie sie. Über kaum eine andere Schriftstellerin wird mehr geforscht und geschrieben. Sie wird beschimpft und beleidigt, verehrt und gewürdigt, und hat für ihre Arbeiten sämtliche Auszeichnungen erhalten, die die Literatur- und Theaterwelt zu vergeben hat.

Seit den 1960er Jahren hat Elfriede Jelinek ein komplexes, vielschichtiges und vor allem umfangreiches Werk aus Lyrik, Prosa, Hörspielen, Theaterstücken, Essays, Libretti, Drehbüchern und Übersetzungen geschaffen. Der „musikalische Fluss von Stimmen und Gegenstimmen“ für den Elfriede Jelinek die höchste literarische Auszeichnung zuerkannt wurde, wird in Claudia Müllers Film ELFRIEDE JELINEK – DIE SPRACHE VON DER LEINE LASSEN zu einem visuellen Montagefluss, der das Werk der wohl umstrittensten und produktivsten Ausnahmekünstlerin wie ein Kunstwerk ausstellt.

Ausgehend von der Biografie der 1946 geborenen Künstlerin, die als „dressiertes musikalisches Wunderkind“ bereits Ende der 1960er Jahre ihre ersten Auszeichnungen für ihre literarischen Arbeiten erhielt, taucht der Film in die österreichische Nachkriegsgeschichte ein, die von Verdrängung und Opfermythos geprägt ist. Künstlerische Einflüsse wie die der Wiener Gruppe oder der Wiener Aktionisten, die in ihrer Radikalität mit kaum einer anderen künstlerischen Bewegung vergleichbar ist, sind u.a. Quellen, aus denen sich ihr Werk entwickelt.

Die visuelle Sprache dieses komplexen Films, der sich aus einem Bergwerk von Archivmaterial und Found Footage bedient, ist zum einen ein zeithistorischen Portrait, gleichzeitig werden die literarischen Schauplätze von Jelineks Romanen und Dramen zur Projektionsfläche für Textcollagen aus Werken die über 50 Jahre hinweg entstanden sind.

Die öffentlichkeitsscheue Künstlerin, die bis zur Verleihung des Nobelpreises in zahlreichen Interviews Auskunft über sich und ihr Werk gegeben hat, ist in diesem Film durchgehend präsent. Auch durch ein neu-aufgezeichnetes Gespräch, das die Regisseurin im Sommer 2021 mit ihr führen konnte. Der Film ist kein Rückblick sondern ein Blick auf die Gegenwart und in die Zukunft, den die visionäre Künstlerin in ihren Texten immer wieder öffnet. Er macht Jelineks Gedankenströme nachvollziehbar und sichtbar.

 

Filmfest München 2022: FIPRESCI Preis

Aus der Jurybegründung: »Die Regisseurin hat eine einzigartige künstlerische Vision, die mit der Protagonistin harmoniert. Ihr Film ist ein Paradebeispiel für die Annäherung zweier unterschiedlicher Kunstdisziplinen: Film und Literatur

»Claudia Müllers Porträt ist ein Meisterwerk der unterhaltsamen Überraschungs-Montage, das die österreichische Nachkriegsgeschichte und damit Jelineks Motive von patriarchaler Frauenverachtung bis zur ‚Buberlpartei‘ FPÖ auffächert. Die liebevolle Hommage macht wach, räumt mit Vorurteilen über die angebliche Österreich-Hasserin auf und weckt unangestrengt den Appetit auf Literatur.« – artechock

»Von der Leine gelassen ist in dieser Doku nicht nur Elfriede Jelineks Sprache. Auch die Bilder entwickeln einen freien, assoziativen Sog, der den Film trägt.« – SWR

»Politisch, privat, poetisch: Claudia Müller ist eine glänzende Dokumentation über die österreichische Schriftstellerin gelungen.«epd-film

»Claudia Müllers Leinwandporträt ist ein Glücksfall…Mechthild Barths Montage von Footage- Material der 1950er/60er, neuen Super-8-Bildern und imposanten Kamerafahrten von Christine A. Maier ziehen einen in die Sprachlandschaften, wo auch Humor und (Selbst-)Ironie Platz haben.« – Kleine Zeitung

»Eine pointierte Doku über Elfriede Jelinek mit Sogwirkung.« – dot

»Gebührend, weil äußerst gekonnt: Ein Film über eine Ausnahmefigur… ein kleines Juwel von einem Film, das trotz seiner Kunstfertigkeit nicht mehr glänzen will als die Frau, die es vielschichtig porträtiert.. Eine wunderbare, nie trockene Würdigung.« – RAY

Still 01

Zu sehen im Filmhaus (Spittelbergg. 3)

Das Schicksal einer Flucht, erzählt in einer berührenden und mitreißenden Geschichte. Ein gestalterisch einzigartiges und poetisches Meisterwerk!

Als ältere Frau blättert Kyone ihren Skizzenblock durch und erinnert sich an ihre Kindheit, den Verlust ihrer Eltern sowie an die Abenteuer und Gefahren ihrer einjährigen Odyssee durch mehrere Länder mit ihrem Bruder Adriel. Mit den Mitteln ihrer beeindruckenden Animationskunst und inspiriert von der Flucht ihrer Urgroßeltern aus Odessa erzählt die Filmkünstlerin Florence Miailhe eine berührende und biografisch gefärbte Geschichte.

DIE ODYSSEE – Trailer German | Deutsch

Hinter den einfach gehaltenen und somit naiv anmutenden Bildern des Films verbirgt sich eine komplexe und hochspannende Geschichte, die sich aus vielen biografischen Erinnerungen zusammensetzt. Gewidmet ist der Film, der sich auf kein konkretes Ereignis oder Land beschränkt, allen Menschen, die sich auf der Flucht befinden. Und die, so wie Kyone in DIE ODYSSEE, sich auf den Weg von einer bekannten Heimat in eine ungewisse Zukunft machen.

Erzählt wird der Film in der deutschen Fassung von Hanna Schygulla, die mit ihrer ruhigen und melodischen Stimme eine fast meditativ besinnliche Grundlage für die mitreißende Geschichte rund um eine junge starke Protagonistin schafft, mit der sich auch viele jüngere Zuschauer*innen identifizieren können. Die Animationstechnik, mit der Miailhe im Film so besondere Impressionen zaubert, ist die der Glasmalerei.

DIE ODYSSEE ist ein überaus beeindruckender Animationsfilms, der klug einen sensiblen Einblick in ein wichtiges und hochaktuelles Thema unserer Zeit bietet.

 

Annecy International Animation Film Festival 2021: Int. Wettbewerb: lobende Erwähnung der Jury
DOK Leipzig 2021: Sonderpreis
Festival Premier Plans Angers: Bestes Drehbuch

»Grandiose Bilder.« Falter

»Dieser außergewöhnliche Film besticht durch seine Schönheit und Zartheit.« – Figaro

»Ein Glanzpunkt des Festivals: Ein Roadmovie aus Märchen und Martyrium, gemalt in lyrischen Bildern.«  – Leipziger Volkszeitung

»Ein Wunder der Menschlichkeit.« – Paris Match

»Kann ein Film, der sich an junge Menschen richtet, ernste Themen aufgreifen, ohne sie zu verwässern oder zu vereinfachen? DIE ODYSSEE ist eine brillante Antwort auf diese Frage, indem er die unschöne Realität unserer heutigen Welt in die Bildsprache des Märchens übersetzt.« – Le Monde

»Ein Film von beispielloser Schönheit.« – Slate Magazin

»Ein Meisterinnenwerk.«Falter

»DIE ODYSSEE ist der Film zur Stunde. Er erzählt in unglaublich schönen Bildern von zwei Kindern auf der Flucht.« – Frankfurter Allgemeine Zeitung

Sie leben. Weil sie geflüchtet sind. Die Teenager Juma und Hishame versuchen unter lebensgefährlichen Umständen, versteckt im Fahrgestell eines LKW nach Europa zu flüchten. Dort werden sie jedoch zu den Gejagten der Grenzbehörden.

Ahmed, Nura, Achmad und Asha haben es gerade über die Grenzzäune geschafft. In Österreich angekommen, versuchen sie ihr Leben neu zu gestalten und kämpfen für ihr Recht auf eine mehr oder weniger unbeschwerte Jugend. Jawid und Alem leben schon seit eineinhalb Jahren in Wien, in der Hoffnung auf Gewährung von Asyl. Die traumatische Erfahrung des Verlusts, die Sehnsucht nach ihren Familien, der Blick in eine vollkommen ungewisse Zukunft, die Bedeutung von Paragraphen und Behördenodysseen, die sie zu bewältigen haben, bestimmen den Prozess des Neuanfangs. Obwohl ihr Leben maßgeblich von oft unmenschlichen Gesetzen bestimmt wird, nehmen sie es mit viel Humor und haben ihre eigenen Mechanismen entwickelt, die ihnen helfen, diese Last zu bewältigen. Sie leben ihre Jugend mit vollen Atemzügen, sind laute, freche, verliebte und heranwachsende Menschen, die gerade für ein selbst bestimmtes Leben kämpfen.

 

Trailer DF:

Little Alien TRAILER (deutsche UT)

Zu sehen im FILMHAUS (Spittelbergg.3)

Ein faszinierendes Biopic über das facettenreiche Leben und Lieben von Tove Jansson, der Schöpferin der Mumins, der aus  Kinderbüchern und -filmen weltweit bekannten „nilpferdartigen Trollwesen“!

TOVE Trailer German | Deutsch OmU

Als die junge Künstlerin Tove Jansson 1945 in Helsinki die Mumins erfindet, steckt sie gerade mitten in einer Sinnkrise: Sie führt eine offene Beziehung mit dem linken Politiker Atos und ist wild verliebt in die aufregende Theaterregisseurin Vivica. Toves Vater, ein renommierter Bildhauer, blickt verächtlich auf ihre Arbeit. Und auch sie selbst würde lieber mit moderner Kunst reüssieren. Doch ausgerechnet ihre nebenbei gezeichneten Geschichten von den Trollwesen mit den Knollnasen werden von einer Zeitung in Serie gedruckt – und machen Tove in kurzer Zeit reich und berühmt. Doch ist das schon die Freiheit, nach der sie sich immer gesehnt hat?

In TOVE erzählt Regisseurin Zaida Bergroth vom aufregenden Leben der wohl bekanntesten Autorin und Zeichnerin Finnlands, deren bahnbrechendes Werk bereits Generationen von Kindern und Erwachsenen verzaubert hat. Berühmt geworden ist Tove Jansson (1914-2001) mit den „Mumin“-Büchern und -Comics, die weltweit in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Doch sie schrieb auch Romane für Erwachsene, war politische Illustratorin und Karikaturistin, malte und schuf Skulpturen. Eine komplexe Künstlerin und kreative Pionierin, die ein aufregendes Boheme-Leben zwischen Helsinki, Stockholm und Paris führte, überzeugte Pazifistin war und ganz selbstverständlich mit den Geschlechterrollen ihrer Zeit brach.

TOVE war in den finnischen Kinos ein riesiger Publikumshit und wurde von Finnland ins Oscar-Rennen geschickt. Ein Film über die Suche nach Identität, Liebe und Freiheit, der vom mythischen Geist der Mumins und ihrer fabelhaften Abenteuerwelt durchweht wird.

7 Finnische Filmpreise 2021 (Jussi Awards): Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Beste Kamera etc.

»Ein bezaubernder Film über die Schöpferin der Mumins.« —  Variety

»TOVE verzaubert mit großartigem Charme, Kunstfertigkeit und einen wärmenden Glanz.« Screendaily

»Tove‘ ist eine Feier des Lebens, der Liebe und der Kunst« – taz

»Ein Augenschmaus mit einer brillanten Tove-Darstellerin Alma Pöysti«Der Standard

 

 

Still 2 ©AMOUR FOU -Flo Rainer

Der sensible Mario (Österreichischer Filmpreis für Thomas Prenn) und sein Jugendfreund Lenz (Noah Saavedra) möchten mit Anfang 20 die Enge ihres Südtiroler Dorfes hinter sich lassen. Lenz, Sohn reicher Eltern, hat dafür eindeutig die besseren Lebenskarten in der Hand als der Träumer Mario. Sie reisen nach Rom. Doch plötzlich wird alles anders.

»Ein Meisterwerk, von der ersten Szene an.« FM4

»Großes Kino – stylish, hipp, innovativ.«outnow

»Ein hochspannendes Drama um einen tanzenden Außenseiter, der seinen Platz im Leben sucht. « ORF.at

»Evi Romen nutzt auf brillante Weise die Berglandschaft in ihrem kühnen Queering klassischer Heimatfilm-Themen.« – Bert Rebhandl, Viennale

HOCHWALD Trailer German Deutsch (2021)

Diagonale 2021: Großer Diagonale Preis Bester Spielfilm

Goldenes Auge Zürich Film Festival 2020 –  Bester Film im Wettbewerb

34. Bolzano Film Festival Bozen 2021 – Bester Spielfilm

3 Österreichische Filmpreise 2021

Carl Mayer-Preis 2017 –  Bestes Drehbuch

 

01_Walchensee Forever©FlareFilm

Ab 5. November im Filmcasino

Als eine Fee vom Walchensee stellt sich die fünfjährige Janna Ji Wonders in der ersten Szene vor. Wusste sie damals schon, dass sie später als Filmemacherin diesen wunderbaren Dokumentarfilm über die Frauen in ihrer Familie drehen würde? Vollkommen uneitel spannt sie einen Bogen von der Urgroßmutter bis hin zu ihrer kleinen Tochter und stellt die Frage: Was zählt am Ende wirklich?

„Ein berührender Film, voller Liebe und Humor.«rbb Inforadio

WALCHENSEE FOREVER Trailer Deutsch | German (2020)

Mit WALCHENSEE FOREVER erzählt Janna Ji Wonders auf eindrucksvolle Weise die Geschichte ihrer Familie, die ein ganzes Jahrhundert umspannt. Sie konzentriert sich dabei vor allem auf die Sicht der Frauen, von denen jede auf ihre Weise den patriarchalen Strukturen ihrer Zeit trotzt. Um den Geheimnissen ihrer Familie und ihrer Rolle in der Generationskette auf die Spur zu kommen, führt uns Wonders vom Familiencafé am bayerischen Walchensee über Mexiko nach San Francisco zum „Summer of Love“, zu indischen Ashrams, einem Harem und immer wieder zurück an den Walchensee.

Entstanden ist eine aufregende Entdeckungsreise, die einen außergewöhnlichen Blick auf mehrere Generationen gewährt. Fragen nach Identität, Heimat und Selbstverwirklichung werden gestellt, wie auch die Suche nach Liebe, Leben und Tod thematisiert. So geht es um den Kreislauf des Lebens.

Gewinner Bester Dokumentarfilm beim Bayrischen Filmpreis 2020

Gewinner Kompass-Perspektive Preis bei der Berlinale 2020

Nominiert als bester Dokumentarfilm bei den European Film Awards 2020

Publikumspreis für WALCHENSEE FOREVER am Festival des neuen Heimatfilms Freistadt 2020

»Zum Staunen.« -3sat Kulturzeit

»Ein großartiger Dokumentarfilm.«Der Freitag

»Ein verdammt starkes Regiedebüt.«filmstarts.de

»Ein unglaublicher Dokumentarfilm.«rbb Berlinale Notizen

»Ein absoluter Höhepunkt auf der Berlinale.«Münchener Abendzeitung

Deutschland, 1989. Liebevoll kümmert sich die zwölfjährige Fritzi um den kleinen Sputnik. Er ist der Hund ihrer besten Freundin Sophie, die über die Sommerferien nach Ungarn gefahren ist. Doch zu Schulanfang kehrt Sophie nicht in die Klasse zurück. Wie viele andere ist sie in den Westen geflohen. Mutig macht sich Fritzi auf die Suche nach ihrer Freundin und gerät in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert. Eine spannende Wendegeschichte, die nicht nur junge Zuschauer*innen berühren wird.

FRITZI – EINE WENDEWUNDERGESCHICHTE Trailer German Deutsch (2019)

1952 in der DDR: Die zu Unrecht verurteilte junge Kommunistin Antonia Berger (Alexandra Maria Lara) erreicht nach vielen Jahren in der Sowjetunion das kleine Fürstenberg. Von der sozialistischen Kreisleitung wird sie in allen Ehren empfangen, man kümmert sich um ihre schwer kranke Tochter, gibt ihr eine schöne Wohnung und eine würdevolle Arbeit. Antonia, die dies nach vielen Jahren voller Schmerz und Einsamkeit nicht mehr für möglich gehalten hatte, schöpft neue Hoffnung. Die Solidarität, die sie in dem jungen Land erfährt, erneuert ihren Glauben an die Zukunft im Geiste der Gerechtigkeit. Sie verliebt sich in den Arzt Konrad, der sich gegen das bequeme Leben seiner in Hamburg ansässigen Familie entschieden hat. Antonia gewinnt ein neues Leben und soll dafür einen Preis zahlen: von ihrer Zeit in der Sowjetunion soll sie schweigen. Die Wahrheit, so fürchtet die junge Republik, könnte die so fragile Nation ins Wanken bringen. Antonia wird Teil des Aufbruchs in eine neue und bessere Welt und wird doch stets mit einer Vergangenheit konfrontiert, die nie die ihre war.

Regisseur Bernd Böhlich findet Bilder für ein großes Drama der Sprachlosigkeit, die Vergangenheit und Zukunft zu unversöhnlichen Gegenspielern werden lässt. Die Hauptdarstellerin Alexandra Maria Lara spielt die Rolle ihres Lebens, zieht uns in Bann und lässt uns nicht mehr los. Es gelingt ein bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzter, hochspannender Film aus dem Innenleben eines uns bis heute verfolgenden Widerspruchs.

Kinotrailer "Und der Zukunft zugewandt" - Kinostart 05.09.2019

Ausgezeichnet mit dem SCORE Bernhard Wickie Preis des 30. Internationalen Filmfest Emden-Norderney

»Herausragend besetzt, gespielt und inszeniert: UND DER ZUKUNFT ZUGEWANDT ist ein aufwühlendes Stück deutsches Kino, wie es es bisher nicht gab. Regisseur Bernd Böhlich findet große Bilder und Hauptdarstellerin Alexandra Maria Lara spielt die Rolle ihres Lebens, zieht uns in Bann und lässt uns nicht mehr los.« Blickpunkt Film

Deutsches Prädikat besonders wertvoll

Ein Mann singt einer arabischen Familie, die er durch Ungarn an die österreichische Grenze fährt, ein jiddisches Lied vor. Beim „Jam-dari-dari“ stimmen die jungen Flüchtlinge mit ein. Das Video davon verbreitet sich viral im Netz. Die israelische Filmemacherin Ronit Kertsner wollte wissen, wer dieser Mann ist – und hat über den österreichischen Wanderhirten Hans Breuer die Doku REFUGEE LULLABY gedreht.

»Ein Film, der einem das Herz bricht – und zugleich wieder zusammensetzt.« TT

Hans Breuer ist eine außergewöhnliche Figur: Er hütet Schafe und singt dabei jiddische Lieder. Über mehrere Monate hinweg begleitete die israelische Filmemacherin Ronit Kertsner den letzten Wanderhirten Österreichs, als dieser sich im Herbst 2015 immer wieder an die ungarische Grenze aufmachte, um Geflüchtete zu unterstützen. Refugee Lullaby ist ein Film über ein ungewöhnliches Lebenskonzept, berührende Begegnungen und hingebungsvolle Solidarität.

Liebevoll hilft Hans Breuer einem erst wenige Stunden alten Lamm auf die zittrigen Beine. Umgeben von einer blökenden Herde stimmt der Schäfer leise eine Melodie an. Dieser Mann führt ein außergewöhnliches Leben: Als letzter Wanderschäfer Österreichs zog er jahrelang quer durch die österreichischen Alpen – er hütet Schafe und singt dabei jiddische Lieder. Ronit Kertsner erzählt in REFUGEE LULLABY nicht nur von einem besonderen Lebenskonzept, sondern auch von Begegnungen voller Hilfsbereitschaft und Solidarität in jüngster Vergangenheit: Über mehrere Monate hinweg begleitete die israelische Filmemacherin den Wanderschäfer, als dieser sich im Herbst 2015 immer wieder an die ungarische Grenze aufmachte, um geflüchtete Menschen zu unterstützen. Der Film folgt den steten Bewegungen seines Protagonisten und zeichnet mit jedem Schritt deutlichere Konturen eines Wanderers zwischen den Kulturen, der als Aussteiger ein bescheidenes Leben auf dem Land führt und sich hingebungsvoll und selbstlos wieder in die Gesellschaft einklinkt, wenn andere Hilfe brauchen.

Unaufdringlich, aber stets aufmerksam hört Ronit Kertsner zu, wenn Hans Breuer von der kommunistischen Mutter – einer der Widerstandskämpferinnen aus dem österreichischen Dokumentarfilm KÜCHENGESPRÄCHE MIT REBELLINNEN (1984) –, vom jüdischen Vater, vom Aufwachsen in Österreich, von antifaschistischem Grundkonsens und von der erst spät entdeckten Liebe zur jiddischen Musik erzählt. Aus diskreter Nähe beobachtet die Kamera Breuers anrührende Begegnungen mit Menschen in provisorischen Unterkünften an der Grenze, entspannte Weidengänge mit seiner Lebenspartnerin und den beiden Kindern oder der Besuch zweier junger Flüchtlingsfamilien aus seinem ehrenamtlichen Deutschunterricht: Dennoch ist der Film mehr als bloßes Porträt: Geschickt laufen die Erzählfäden hier und da weiter – bei Breuers Nichte Verena Krausneker etwa, der Mitbegründerin des Wiener Vereins Shalom Alaikum, der sich vor allem um Geflüchtete aus muslimischen Ländern kümmert. So blickt Refugee Lullaby auf ein solidarisches Miteinander – und überall taucht sie auf: diese berührende Musik, die bekanntlich dazu imstande ist, alle Grenzen zu überwinden.

Mehrsprachige Originalfassung (fremdsprachige Teile deutsch untertitelt)

»Breuers temporäre Vision vom Paradies lädt zum Träumen darüber ein, dass es außerhalb der Tretmühle auch noch andere Arten zu leben gibt.« – ORF.at

»Ein Film, der einem das Herz bricht – und zugleich wieder zusammensetzt.« TT

»Menschlichkeit zum Niederknien« – TT

»Ein herzzerreißendes Plädoyer für das Miteinander.« – Kleine Zeitung