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Der Matrose Asa kehrt zu seiner Familie in die kasachische Steppe zurück. Bevor er seinen Traum, Schafhirt zu werden, verwirklichen kann, soll der junge Mann heiraten. Die einzige Kandidatin, Tulpan, findet Asas abstehende Ohren aber völlig inakzeptabel. Verzweifelt nimmt Asa den Kampf auf: mit seinen Ohren, dem wachsenden Unmut seiner Familie und den Schafen, die plötzlich alle auf einmal ihre Lämmer zur Welt bringen...
Diese vielfach preisgekrönte, großartige Komödie besticht durch das erfrischend witzige Spiel der Darsteller und durch eine phänomenale Kameraarbeit. Ein Kinoerlebnis der besonderen Art!

 

Der Kasachische Filmemacher Sergey Dvortsevoy schreckt nicht davor zurück, seinem Film den Namen einer Frau zu geben, die man nie zu Gesicht bekommt. Die titelgebende Tulpan entzieht sich den Blicken des jungen Ex-Matrosen Asa (Askhat Kuchinchirekov), der ernsthaft in sie verliebt ist und der den Zuschauer einlädt, seinen Traum im Herzen der riesigen kasachischen Steppe zu teilen. Den Traum, den er auf das Revers seines Matrosenkragens gezeichnet hat: eine eigene kleine Welt, komplett mit Jurte, Kamelen und Schafsherden unterm Sternenhimmel. Tulpan scheint jedoch von etwas Anderem zu träumen, also lehnt sie Asas Heiratsantrag ab – trotz des großzügigen Brautgeschenks von einem Kronleuchter und zehn Schafen. Da helfen auch keine heroischen Anekdoten von Seeungeheuern um die potentiellen Brauteltern zu beeindrucken und auch keine guten Ratschläge vom kumpelhaften Wasserlieferanten, der sein mit Boney-M-Songs dauerbeschallten klapprigen Lastwagen mit Pin-Ups tapeziert hat. Und vor allem hinderlich in der Verwirklichung seiner Träume sind Asas zwei linke Hände, denn er scheint für seine Berufung als Schafshirt vollkommen unbegabt zu sein.

Ausgezeichnet auf unzähligen Festivals, u.a. als Bester Film in der Reihe "Un Certain Regard" in Cannes 2008 ist „Tulpan“ eine eigenwillig charmante, zärtliche Komödie, die aber dennoch alles andere als pittoresk ist. Im harten Alltag der kasachischen Hungersteppe suchen Sergey Dvortsevoys skurrile Figuren nach einem Weg sich mit der Steppe und ihren Träumen zu versöhnen.